NGC 6995 Cirrusnebel

NGC 6995 Cirrusnebel

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Objekt: NGC 6995 Cirrusnebel
Aufnahmedatum: 13.06.2017, 14.06.2017, 15.06.2017, 17.06.2017
Entfernung: 1.470 Lichtjahre
Belichtung gesamt: Ha: 15 x 600 Sec., O[III]: 11 x 900 Sec., RGB: 41 x 240 Sec., Sum. 7,1 hrs.
Teleskop: Takahashi FSQ85
Zubehör: Takahashi 0,73 Reducer
Brennweite: 325 mm
Filter: Astrodon Ha 5nm, OIII 3nm
Kamera: Atik 490Exm
Guiding: Off Axis Guider, Lodestar
Montierung: EQ8


Der Cirrusnebel (auch als Schleier-Nebel, englisch Veil nebula bezeichnet) ist der im optischen Spektrum sichtbare Teil des Cygnusbogens, einer Ansammlung von Emissions- und Reflexionsnebeln, die sich in einer Entfernung von rund 1500 Lichtjahren im Sternbild Schwan befinden. Sie sind zusammen der Überrest einer Supernova, die vor ca. 8.000 Jahren stattfand. Diverse Teile des Überrests haben verschiedene NGC- und IC-Nummern. So gehören die Objekte NGC 6960, NGC 6974, NGC 6979, NGC 6992, NGC 6995 und IC 1340 alle zur selben Struktur.

Der Nebel wurde am 5. September 1784 von William Herschel entdeckt. Erste Photographien wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Isaac Roberts angefertigt und veröffentlicht. Der Nebel ist aber trotz seiner Gesamthelligkeit von circa 7 mag wegen seiner großen Flächenausdehnung von 230′ × 160′ für Amateurastronomen nicht leicht zu beobachten.


Für Wissenschaftler ist er ein ideales Ziel, da er nicht von Vordergrundobjekten verdeckt wird. Es wurden und werden an ihm zahlreiche Untersuchungen zur Gasstruktur und Gasdynamik von Supernovaüberresten durchgeführt, beispielsweise Detailstudien mit dem Hubble-Weltraumteleskop. Untersuchungen durch den Satelliten ROSAT zeigen, dass der gesamte Nebel im Röntgenbereich ähnlich einer Glühbirne leuchtet. Der kompakte Überrest (Neutronenstern, Pulsar oder Schwarzes Loch) der Supernova ist jedoch nicht bekannt.

 

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